Naturerfahrungen


Die Rheinpiraten bieten den Kindern die Möglichkeit die Natur mit allen Sinnen zu erforschen, zu beobachten und zu erleben. Sie entdecken den „Spielplatz“ Natur mit allen Sinnen und erforschen natürliche Phänomene, dabei eignen sie sich die erforderlichen motorischen Fähigkeiten an.

Das Auseinandersetzen mit Naturmaterial fördert ihre Phantasie und Kreativität. Umgesetzt wird das Ganze durch Projektarbeiten und häufige Betreuung in der freien Natur.

1 x wöchentlich besucht uns zusätzlich eine erfahrene Naturpädagogin und unternimmt spannende und lehrreiche Exkursionen in die Umgebung. Martina Schultze teilt ihre Begeisterung für die Natur mit den Kindern und vermittelt ein Naturerlebnis mit allen Sinnen: Wildkräuter sehen, riechen und probieren. Das Konzert der Vögel genießen, die wärmenden Strahlen der Sonne spüren, den Duft des Waldes riechen.

Kleine und große Naturwunder entdecken.

Und das alles ganz in Ruhe und mit viel Spaß.


Warum uns das wichtig ist hat Nathalie Schott in ihrem Buch "Was hüpft denn da durchs Gras?" eindrücklich beschrieben:

"....Insbesondere im Kindergartenalter ist das Lernen ein Lernen auf der Basis von Beziehungen (Kinder lernen am besten in angenehmer Atmosphäre von Personen, zu denen eine gewisse Bindung besteht). Dies lässt sich auf die Natur übertragen: Am meisten lernen Kinder (und übrigens auch viele Erwachsene) von der Natur, wenn eine Beziehung zu einer Pflanze, einem Tier oder einem Ort in der Natur entstanden ist. Diese Beziehung entsteht durch den regelmäßigen Aufenthalt in der Natur und die damit verbundene direkte Naturerfahrung, durch Beobachten der Strömungen eines Baches, Ertasten eines Baumstammes, Erforschung eines Baumstumpfes, Beobachtung der Lebensweise einer Schnecke, Erkundung der naturräumlichen Umgebung, … der Einsatz vielfältiger Methoden in der Naturpädagogik ermöglicht ein Lernen mit den Händen und allen Sinnen, welches Kindergartenkinder optimal in ihrer Wahrnehmung und ihrem Lernen fördert...

Kinder im Kindergartenalter lernen ganzheitlich am besten: ‚Wahrnehmung und Tätigkeit gehen Hand in Hand‘ ... Der Sinn des Wortes „Be-Greifen“ wird hier besonders deutlich. Ein Kind, das etwas mit den Händen gegriffen hat, wird es auch besser begreifen/verstehen. Die enge Verknüpfung von Wahrnehmung mit Bewegung und Sprache ist nicht zuletzt Grundlage für die Ausdifferenzierung der Hirnfunktionen... Die kindliche Wahrnehmung der Natur mit den Sinnen schafft eine Beziehung zur Natur, die bereits die erste wesentliche Grundlage für das effektive Lernen über die Natur ist...Aristoteles soll gesagt haben: ‚Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind.‘  … Kinder die gerne beobachten und ausprobieren, finden in der Natur viele Anlässe, diese zu erforschen, sich mit den Naturgesetzen auseinander zu setzen. Kinder stellen immer wieder ‚empirische Untersuchungen‘ an, um ihren Fragen auf den Grund zu gehen: ‚Was passiert mit dem Laub, das ich in die Luft werfe? Wohin wird es vom Wind geblasen? Bleibt die Eichel auf der abgerundeten Oberfläche des Baumstammes wirklich nicht liegen? Ist das Geräusch des Stockschlages auf den zweiten Stock anders, als wenn ich auf einen Stein schlage?‘ Erklärungen von Erwachsenen reichen Kindern oft nicht; sie wollen selbst die Dinge prüfen und nachempfinden. … So erlernen die Kinder erste Grundlagen der Naturwissenschaften. Das, was sie in früher Kindheit direkt erfühlen/erfahren, bleibt in tiefer Erinnerung für später.....Der Zugang zur Natur und ihrer (Er-)kenntnis erfolgt nicht auf analytisch erklärendem Weg, sondern auf der Ebene des Sammelns, Betrachtens, Umgehens, Ausprobierens; …. Kinder, die Blätter und Blüten sammeln und diese nach ihren Formen ordnen und vergleichen, suchen nach eindeutigen Merkmalen und Unterschieden. Damit tun sie das, was der Botaniker Carl v. Linné im 18. Jahrhundert schon getan hat und worauf noch heute ein Großteil der botanischen Systematik beruht. Beim Vergleichen und Sortieren können Kinder ein Verständnis für Begriffe für kurz, lang, spitz, … entwickeln. Ordnen kann als grundlegende Stufe der mathematischen Bildung aufgefasst werden.... Naturerfahrung ist also auch in diesem Sinne eine wertvolle Basis zur Förderung der Kinder....

Der Wald lädt ein zu vielfältigen Bewegungserfahrungen: Die Entwicklung motorischer Fähigkeiten geht einher mit der Ausbildung sämtlicher Hirnfunktionen. Daher sind Balancieren, Klettern, Hangeln, das Sammeln kleinster Steinchen oder Samen, Kneten von Erde und vieles mehr ideal, um die Grob- und Feinmotorik der Kinder, sowie ihre Selbstwahrnehmung – ganz ohne „künstliche“ Spielsachen – zu schulen....Trotz der immensen Vielfalt ist der Lernraum Natur nicht überfüllt mit zu vielen Eindrücken auf engstem Raum. Eine natürliche Umgebung kann einem einzelnen Kind viele Entfaltungsmöglichkeiten geben. Häufig wird beobachtet, dass hyperaktive Kinder in Naturräumen gar nicht oder weniger auffallen als in Kindergartenräumen.“

Weitere Informationen zu unserer Naturpädagogin finden Sie unter:

http://www.martina-schultze.de/